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Entbindungsberichte AK Barmbek


Hinweis: Die Geburtsberichte geben die Meinung der Berichtenden wieder und stehen nicht in der Verantwortung von kinder-hamburg.de


Januar 2003

Meine Tochter wurde im Januar 2003 in Barmbek entbunden.

Am Donnerstag morgen bin ich nach telefonischer Absprache in die Klinik gefahren, damit bei mir die Wehen in Gang gesetzt werden (ich hatte bis dahin nicht eine!). Dazu bekam ich um 12.00 Uhr Gel auf meinen Muttermund, damit dieser sich öffnet (meine Tochter war schon 12 Tage länger als errechnet im "Hotel Mama", aber es ging uns beiden noch gut). Dann hieß es 2 Stunden beim CTG liegen und mal schaun, ob sich was tut. Auch nach ausgiebigen Spaziergang auf der Fuhle tat sich nichts! Also gab's gegen 18.00 Uhr den zweiten Versuch;nochmal Gel und 2 Std. CTG.

Während dieser Zeit kam zwischendurch immer wieder eine Schwester oder Hebamme in unseren Kreißsaal und bemutterte uns: Mein Mann bekam sogar mal wieder einen heißen Kaffee! Sie hatte sich noch gewundert, denn wir hatten uns beide etwas zum Lesen mitgebracht, es war wie ein Fernsehabend zuhause, so gemütlich. Aber auch jetzt gab es noch keine Wehen. Nach dem Abendbrot habe ich meinen Mann nachhause geschickt, denn laut Aussagen der Hebammen geschieht bis Freitag morgen nichts, aber dafür hatten wir uns jetzt auf Kaiserschnitt geeinigt wg. der fehlenden Wehen.

Zwischendurch mussten die 4 Frauen (also ich auch ), bei denen Freitag Kaiserschnitt gemacht werden sollte, die Kreißsäle räumen und wurden auf Station gebracht. Wer wollte, konnte sogar seinen Partner mit auf sein Zimmer nehmen, der durfte dort übernachten. Wegen des bevorstehenden Kaiserschnitts hat mir die Schwester einen Einlauf empfohlen, damit der erste Toilettengang nach der OP nicht so schmerzhaft ist. Dem willigte ich ein: um 23.15 Uhr habe ich den Einlauf erhalten (war ganz lieb gesetzt und hat nicht wehgehtan).

Naja, gegen 0.00 Uhr habe ich die Schwester gerufen, da zieht was in meinem Bauch. Und tatsächlich: Die Wehen waren da! Um 0.40 Uhr hatte ich die erste offizielle Wehe, denn das CTG war wieder angeschlossen.Danach kam ab und zu kam eine Wehe. Mein Mann war mittlerweile auch wieder auf dem Weg zu mir. Er war gegen 2.15 Uhr da und um 2.35 platzte die Fruchtblase. Also ab wieder in den Kreißsaal!

Nach 5 Stunden Wehen ging's bei mir nicht mehr weiter, sodass auch nach der PDA (die sauber gesetzt wurde) meine Tochter noch nicht alleine rauskommen wollte. Also doch Kaiserschnitt. Um 8.01 Uhr war sie geboren. Alles okay!

Während der Geburt waren wir nie alleine und ich muß sagen, die Betreuung war echt spitze. Alle haben sich große Mühe gegeben, uns zu unterstützen und ich hatte nicht das Gefühl, dass die Geburt nie endet!

Nachdem unsere Tochter gemessen und gewaschen war, wurde sie meinem Mann sofort auf seine Brust gelegt, da ich ja erst noch genäht werden mußte. Um 8.40 Uhr habe ich meine Tochter das erste Mal auf dem Bauch gehabt, das war wirklich ein irres Gefühl. Noch im Kreißsaal wurde geholfen, meine Tochter richtig anzulegen.Naja, nicht jedes Kind will gleich saugen, unsere schon. Während wir auf ein freies Bett gewartet haben, wurden wir liebevoll umsorgt, mein Mann bekam sogar immer wieder einen schönen heißen Kaffee. Den hatte er sich aber auch wirklich verdient,denn er war für mich eine sehr große Stütze unter der Geburt.

Gegen Mittag war unser Bett frei: Ein Drei-Bett-Zimmer, schön hell und freundlich gestaltet, unser Badezimmer mit Dusche gleich dabei. Auf dem dritten Bett saß eine junge Mutter, die auf ihr Taxi nachhause gewartet hat. Wir waren also die 7 Tage nur mit zwei Mütter im Zimmer.

Auf der Station 33 a haben wir uns pudelwohl gefühlt: Wenn wir Hilfe haben wollten, haben wir geklingelt und innerhalb 5 Minuten hat jemand reingeguckt und gefragt, "was is? Wie kann ich helfen?" Naja, als ich dem jungen Praktikanten (ca. 17 Jahre alt) gesagt habe, ich bräuchte Hilfe beim Anlegen, hat er gesagt, er sagt der Hebamme Bescheid.

Ich hatte nie das Gefühl, dass ich zu blöde bin zum Stillen, denn die Hebammen haben mir das Gefühl gegeben :Zusammen schaffen wir es!! Einmal saß eine sogar 30 Minuten bei mir am Bett, weil meine Tochter das Vakuum nicht aufgebaut hatte, was sie zum Saugen braucht. Dann klappte es aber doch.

Also: Ich würde wieder nach Barmbek gehen. Frau muss nur sagen, dass sie Hilfe braucht, dann ist sofort jemand da, der auch nicht müde wird, immer wieder dasselbe liebevoll zu zeigen.

 

Heidi


Februar 2002

Im Februar 2002 habe ich meinen Sohn im AK Barmbek per Kaiserschnitt bekommen. Hier mein Erfahrungsbericht:

Ich war bereits über dem errechneten Termin und musste dann an einem Sonntag zum CTG ins AK Barmbek, wo ich bereits zur Geburt angemeldet war. Das CTG fiel nicht gut aus, es wurde ein Ultraschall gemacht und mir danach ziemlich plump mitgeteilt, dass mein Sohn wohl ziemlich groß sei (zwischen 4.000 und 5.000 g), ich kaum noch Fruchtwasser habe und die Plazenta völlig verkalkt sei. Ich könne mich nun zwischen Einleitung der Wehen oder einem Kaiserschnitt entscheiden!

Nach kurzer Überlegung habe ich mich dann für den Kaiserschnitt am nächsten morgen entschieden. Ich kam nun direkt auf die Wochenstation. Ich habe vor langer Zeit bereits eine private Zusatzversicherung für das Krankenhaus abgeschlossen, d.h. ich habe Anspruch auf ein Ein-Bett-Zimmer und Chef-Arztbetreuung. Dieses kam nun auf der Wochenbettstation gar nicht gut an und man packte mich erstmal in ein total beengtes Zwei-Bett-Zimmer. Auf "meinem" Bett saßen diverse Leute und begutachteten das Baby meiner Zimmernachbarin. Ein Schock - ich hatte mir den "Beginn" der Geburt völlig anders vorgestellt.

Nach einigem hin und her bekam ich dann ein Ein-Bett-Zimmer und sogar etwas zu essen. Danach sollte ich noch einmal zum CTG, die Herztöne waren noch schlechter geworden und es wurde entschieden, sofort den Kaiserschnitt zu machen.

Das Kreißsaal-Team, sprich der Arzt, Hebamme, Schwestern waren toll. Die Geburt war überhaupt nicht schlimm, die Spinal-Anästhesie habe ich nicht gespürt. Mein Mann und ich lagen noch ganz lange mit unserem Sohn in einem Kreißsaal, wurden nur ganz wenig gestört. Nach ca. 4 Stunden wurde ich dann auf die Wochenbettstation verlegt.

Hier begann der Horror:

Als Erstgebärende hatte ich dummerweise keinerlei Still-Erfahrung und war durch den Kaiserschnitt auch noch ziemlich bewegungsunfähig. Die Schwestern "dockten" mein Kind an meiner Brust an und verließen den Raum. Nicht eine hat mal gewartet, ob der kleine Mann auch richtig saugt. Meine rechte Brust war völlig blutig und ich hatte Angst ihn ran zu lassen. Eine Nachtschwester empfahl mir nachts um 4 Uhr Tabletten zum Abstillen....

In meiner Hilflosigkeit habe ich am nächsten Tag (3. Tag nach der Entbindung) meine Hebamme angerufen, die mich im Wochenbett betreuen sollte. Sie ist sofort zu mir ins Krankenhaus gekommen und hat festgestellt, dass das Lippenbändchen bei meinem Sohn zu kurz ist! Dadurch kann er nicht richtig saugen! Von den Schwestern oder selbst die Still-Beraterin war keiner auf diese Idee gekommen…..Das Lippenbändchen könne gleich hier durchtrennt werden, es sei ein ganz kleiner Eingriff, sagte mir meine Hebamme. Nach einigem Kompetenzgerangel (dass ich es mir erlaubt habe meine Hebamme ins KH zu rufen, war natürlich untragbar!), kam besagte Still-Beraterin in mein Zimmer gestürmt und schickte mich, die vor 3 Tagen per Kaiserschnitt entbunden hatte und noch ziemlich wackelig auf den Beinen war, bei orkanartigem Sturm mit meinem Neugeborenen über das Krankenhausgelände in Richtung Kieferchirurgie. Ich war nervlich total am Ende, hatte Schmerzen als ich dort ankam. Der zuständige Arzt führte den Eingriff durch und rief mir dann einen Krankentransport zurück zur Wochenstation (war der Stillberaterin wohl nicht bekannt, dass es so was gibt?!).

Zurück auf der Wochenstation bin ich mit der Frau derart aneinander geraten, dass ich mich entschlossen habe, das Krankenhaus am nächsten morgen zu verlassen. Der Arzt hat noch versucht mich umzustimmen, aber ich bin dennoch am 4. Tag nach dem Kaiserschnitt nach hause gegangen.

Durch die liebevolle Betreuung meiner Hebamme klappte es dann auch ganz schnell mit dem Stillen.

Für mich war die Wochenstation der blanke Horror!

M.

kinder-hamburg