Abschied von Opa Elefant

Inhalt
Opa Elefant verabschiedet sich von seinen Enkelkindern. Er erklärt ihnen, dass er sterben und nicht zurückkommen wird. Die Elefantenkinder überlegen, was wohl passiert, wenn man gestorben ist.


Rezension von Michaela aus dem Krimi-Forum für kinder-stadt.de:
Für viele Eltern und Kinder wird der Tod erst ein Thema, wenn er eingetreten ist. Nicht so in dieser Geschichte. Da weiß der alte Elefant - wie alle Vertreter seiner Gattung - schon vorher, dass nun seine Zeit gekommen ist und nimmt daher Abschied von seinen Lieben. Die Enkel haben daraufhin eine ganz große Frage: Wohin geht man, wenn man gestorben ist?

Alle haben sie bestimmte Vorstellungen davon - und alle sind verschieden. Der eine meint, dass man auf den Wolken spazieren geht und mit den Engeln Musik macht. Der zweite, dass man sich in etwas Neues verwandelt. Die dritte, dass man als das wiedergeboren wird, was man war (in diesem Fall ein Elefant). Dann gibt es einen, der davon spricht, dass man zu Staub wird - was vehement von einer bestritten wird, die sagt, dass nur der Körper stirbt, die Seele aber bleibt bis in alle Ewigkeit ...

Am Ende fasst der Großvater all diese Gedanken so zusammen, dass er den Tod als großes Geheimnis beschreibt, das jeder selbst entdecken muss. Sagt aber auch ganz deutlich, dass er die, die ihn lieben, in ihren Träumen besuchen wird und sie ihn in ihren Gedanken sehen können werden.

Das Buch ist deswegen anders als andere ähnliche Titel, weil es alle gängigen Mutmaßungen zum Tod und dem, was danach kommt - ohne jede Wertung - nebeneinander stellt. Und zwar ohne die kleinen Leser zu ängstigen. Ganz wichtig in diesem Zusammenhang auch die ausdrucksstarken Bilder von Miriam Cordes, in denen liebevoll, aber durchaus auch ein wenig frech und verwegen die unterschiedlichen Ideen der Elefantenmädchen und -jungen farbenfroh umgesetzt werden.

Zu empfehlen ab 4




direkt bestellen

Abschied von Opa Elefant
Isabel Abedi , Miriam Cordes

Ellermann Verlag
Hamburg 2006

32 Seiten

 


Fenster schliessen