Inhalt
Er war stets der Mutigste, kletterte auf die höchsten Bäume und sprang in die tiefsten Seen - nicht ahnend, welchen Gefahren er sich aussetzte. Wie war das möglich? Weshalb liefen brenzlige Situationen meistens glimpflich ab? Opa hatte das ganz große Glück, dass jemand auf ihn aufpasste!
Rezension von Iris aus der kinder-stadt: Selten hat ein Bilderbuch so berührt. Da sieht man diese kleinen feinen wasserfarbenen Zeichnungen und spätestens, wenn die letzte Seite umgeblättert ist, weint der erwachsene Leser und Betrachter wie ein Kind. Wie das sein kann? Das Geheimnis liegt im Zusammenspiel von ganz kurzen, ganz unpoetischen Sätzen und diesen Bildern. Was die Worte nicht sagen, sagen die Bilder umso intensiver. Unvergleichlich, wie der Schutzengel den Jungen durch das Leben begleitet, wie er ihm unauffällig hilft, wenn er dem lauernden Räuber die Augen zu hält oder unsichtbar aber doch bestimmend auf ihn zeigt, dass andere Menschen auf ihn aufmerksam werden. Wie er mit ihm leidet und sich mit ihm freut. Ein ganzes Leben zieht vorbei und berührt das Herz so tief, weil es so einfach und doch so ehrlich ist. Das Erwachsen werden. Der Krieg. Die Arbeit. Die Familie. So ist das Leben. Junge, sagt der Großvater, ich habe viel Glück gehabt. Und der Enkel hört Opa zu und als dieser einschläft, verläßt er leise das Zimmer im Krankenhaus, in dem der Großvater liegt. "Draußen ist es noch hell und warm. Was für ein schöner Tag es war." Und hinter dem Jungen geht Opas Schutzengel, der ab jetzt auf ihn aufpassen wird. Hach, was für ein schönes und tröstliches Buch! |