Tourneeplan 2004/05

Die Konzerte finden jeweils um 14 und um 17 Uhr statt. Karten kosten 8,90 Euro, erhältlich an bekannten Vorverkaufsstellen vor Ort.

Tourneetermine

22.11.04: Borken 
23.11.04: Wuppertal 
24.11.04: Duisburg 
29.11.04: Cloppenburg
30.11.04: Bremen 
01.12.04: Langenhagen 
02.12.04: Göttingen 
06.12.04: Dinslaken
07.12.04: Kerpen 
08.12.04: Neuss 
09.12.04: Paderborn
10.12.04: Rheine
11.12.04: Siegen
12.12.04: Unna 
21.02.05: Neuwied 
22.02.05: Heilbronn 
23.02.05: Frankenthal 
24.02.05: Weiskirchen
25.02.05: Bitburg 
26.02.05: Lindlar
27.02.05: Soest


 

 

Für die Kleinsten: 

Sauseschritt

Für Krabbelgruppen und Kindergartenkinder: 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

* Bildquellen: www.menschenkinder.de

Detlev Jöcker

Detlev Jöcker Singemaus


 

Menschenkinder

Musik von Detlev Jöcker

NEU: Interview mit Detlev Jöcker

Detlev Jöckers bunte Liederwelt

Der beliebte Kinderliedermacher Detlev Jöcker ist mit seinem neuen Live-Programm "Detlev Jöckers bunte Liederwelt" jetzt auf großer Deutschlandtournee. Über 650.000 große und kleine Fans besuchten bislang seine Konzerte.

Als vierfacher Vater weiß der Musikpädagoge Detlev Jöcker, was bei Kindern ankommt: Lieder, die in Beine, Hände, Kopf und Herzen gehen. Vor vielen Jahren hat er die "Lern-, Spiel- und Spaßlieder" erfunden, die Kinder ganzheitlich fördern.

Aus seiner bunten Liederwelt präsentiert Detlev Jöcker live bekannte und neue Lieder mit der Singemaus und Arabella Wirbelwind. Es wird getanzt, gesungen und so ganz nebenbei auch etwas gelernt.

Alle großen und kleinen Besucher können sich auf eine bunte Mitmach-Veranstaltung freuen, die Kinderaugen staunen und leuchten lässt.

Für den schon mehrfach mit Gold und Platin ausgezeichneten Kinderliedermacher gehören die Live-Veranstaltungen zu den schönsten Erfahrungen: "Ich stehe über 25 Jahren auf der Bühne und es macht mir immer noch wahnsinnig viel Spaß. Kinder sind ein anspruchsvolles und ehrliches Publikum. Wenn ich dann die Freude und Begeisterung der kleinen Sänger erlebe, weiß ich, dass ich den schönsten Beruf der Welt habe!"

 

Detlev Jöcker über den schönsten Beruf der Welt


Sie selbst waren mit 15 Jahren der jüngste Student an der Musikhochschule Münster, wo Sie klassische Gitarre studierten. Danach arbeiteten Sie als Musiker und Schauspieler zugleich.

Warum beschlossen Sie 1978, sich auf die Musik - und dann auch noch speziell auf Musik für Kinder zu konzentrieren? Man könnte doch denken, dass ein junger Mann Ende 20 eher davon träumt, als Popstar Karriere zu machen und von jungen Mädchen Unterwäsche auf die Bühne geworfen zu bekommen, als vor begeisterten Drei- bis Sechsjährigen aufzutreten?

Jöcker Portrait*

Zur Kindermusik bin ich über meine eigenen Kinder gekommen. Mit der Geburt meines ersten Sohnes Daniel wurde mir klar, dass es kaum Lieder für die wahren Begebenheiten im Leben eines kleinen Kindes gab. Zum Beispiel über die Stolperfallen beim Wickeln oder über das Nicht-Einschlafen-Wollen.

Ich komponierte ein paar Lieder und spielte sie auf Kinderfesten und im Kindergarten. Ganz viele Eltern fragten, wo sie diese Musik bekommen könnten. Tja, das war der Grundstein für meine Karriere als Kinderliedermacher.

Die begeisterten Mädchen, von denen ich als junger Musiker träumte fehlen mir überhaupt nicht. Ich habe das beste Publikum der Welt, die mir den schönsten Beruf der Welt schenken.

 

"Bücken, strecken, rundrum dreh'n ..." - keine Mutter, kein Vater, dem (so er oder sie, wie dies nun etlichen Jahren in deutschen Familie üblich ist, eine Krabbel-, Spiel- oder Mutter-Kind-Turngruppe besucht hat) diese Zeilen von "1,2,3 im Sauseschritt" nicht in Fleisch und Blut übergegangen sind.

Haben Sie mit einem solchen Erfolg gerechnet, als Sie dieses Lied schrieben? Wann und unter welchen Umständen entstand dieser Song?

Und wie kamen Sie seinerzeit darauf, Lieder zu komponieren, bei denen es nicht nur galt, mitzusingen oder im Takt zu klatschen, sondern tatsächlich "aktiv" zu werden?

Als mein erster Sohn Daniel in den Kindergarten kam, wurden dort immer noch viele der alten Lieder gesungen, die ich noch aus meiner eigenen Kindergartenzeit kannte. Das fand ich total langweilig und so erfand ich neue Kinderlieder. Eines der ersten Lieder war "1,2,3 im Sauseschritt". Ich wollte ein Lied erfinden, bei dem Daniel mit viel Spaß verschiedene Bewegungsabläufe lernen und in Bewegung umsetzen kann. So erfand ich die "Lern-, Spiel- und Spaßlieder", die Kinder durch ein ganzes Kinderleben begleiten.

Studien belegen, dass sich die körperliche Leistungsfähigkeit von Kindern seit 1976 um 20 Prozent verschlechtert hat. Kinder bewegen sich durchschnittlich eine Stunde am Tag. Deshalb sind Bewegungsangebote in Form von Liedern ideale Alternativen für Kinder. Denn, wenn der Körper arbeitet, arbeitet auch das Gehirn! Daher ist Bewegungsförderung auch immer allgemeine Lernförderung! Alle Sinne müssen aktiviert werden, damit der Kopf sämtliche Möglichkeiten ausschöpfen kann, denn: Wer sich nicht bewegt, bleibt im wahrsten Sinne des Wortes sitzen!

*

Nimmt man "Jöcker in Zahlen" kann einem fast schwindlig werden: In 26 Jahren schufen Sie mehr als 100 Tonträger (die sich insgesamt öfter als 9 Millionen Mal verkauften und mit 12 Mal Gold bzw. Platin ausgezeichnet wurden) mit mehr als 600 Liedern für Kinder und Erwachsene. Kann man sich da noch an jedes einzelne Lied erinnern?

Und woher nehmen Sie die Ideen, immer noch mehr neue Songs zu produzieren - die in Bezug auf Musik und Text ebenso frisch sind wie die "alten" Sachen?

Wenn ich ein Lied höre, das ich vor vielen Jahren komponierte, erinnere ich mich sofort daran, wie an einen alten Freund, zu dem man auch nach Jahren sofort eine gute Beziehung bekommt, weil man sich sehr gut kennt. Aber mit der Wette "Detlev Jöcker kann jedes von ihm komponierte Lied nach der Nennung des Titels singen" , könnte ich nicht in der Sendung "Wetten das" auftreten.

Dass ich immer wieder auf neue Ideen zu Liedern komme, hat damit zu tun, dass ich mein "inneres Kind" lebendig halte. So bin ich auch heute noch der kindlichen Welt sehr nahe und nehme mit meinen Augen, Ohren und mit meinem Herzen ihre Welt sehr intensiv wahr. Ich entdecke immer wieder neue, interessante Geschichten, die in Kinderliedern umgesetzt werden.

Im Beschäftigen mit den Texten und Melodien werde ich immer wieder daran erinnert, dass kindliche Attribute wie Spontaneität, Begeisterungsfähigkeit, Neugierde und Offenheit viel wichtiger sind als Macht und Ruhm. Deshalb liebe ich es nach wie vor Lieder für Kinder zu erfinden.

 

Sie waren Schauspieler und Musiker, treten regelmäßig im Fernsehen auf, gehen - wie jetzt wieder - auf Tournee. Außerdem veranstalten Sie - was vielleicht nicht jeder weiß - unter dem Titel "Es geht mir gut" Fortbildungsveranstaltungen für Pädagogen, Erzieher sowie Eltern, bei denen Sie den pädagogischen Ansatz der Musik herausarbeiten und den kreativen Umgang mit dem Kinderlied unterstützen. Und schließlich setzen Sie sich gemeinsam mit dem Goethe Institut für die Aktion "Mit Liedern die deutsche Sprache lernen" ein, gehen auch da auf Seminar- und Konzertreisen. Welche dieser Tätigkeiten macht Ihnen am meisten Spaß und warum?

Die Live-Veranstaltungen gehören für mich zu den schönsten und bewegendsten Erfahrungen. Ich stehe seit über 25 Jahren auf der Bühne und es macht mir immer noch wahnsinnig viel Spaß. Kinder sind ein anspruchsvolles und ehrliches Publikum. Wenn ich dann die Freude und Begeisterung der kleinen Sänger erlebe, weiß ich, dass ich den schönsten Beruf der Welt habe.

 

Mehr als 650.000 Zuhörer/Zuschauer haben bereits Ihre Live-Auftritte besucht - sicher sind da heute welche dabei, die selbst als kleines Mädchen oder als kleiner Junge bei einem Jöcker-Konzert begeistert vor der Bühne standen.

Wie oft bekommen Sie entsprechende Resonanz von Ihrem Publikum - in Form von Briefen, Faxen, E-mails oder so, dass man Sie direkt darauf anspricht?

Auf Grund der Veranstaltungen bekommen wir viele Rückmeldungen. Auf unserer Homepage gibt es ein spezielles Gästebuch, in das sich viele Besucher unserer Konzerte eintragen und uns Ihre Eindrücke schildern. Wir freuen uns über jede Resonanz und beantworten jede Anfrage.

 Detlev Jöcker Singemaus

Was ist mit Ihren eigenen Kindern, die jetzt 10, 16, 23 und 29 Jahre alt sind? Planen sie, in die Fußstapfen des Vaters zu treten oder haben sie es vielleicht schon getan?

Hoffentlich nicht. Mein Beruf ist eine Ausnahmekarriere, die sich meine Kinder nicht als Vorbild nehmen sollten. ich wünsche mir, dass meine Kinder selbst bestimmende und unabhängige Erwachsene werden, die in ihrer Kindheit die Möglichkeit bekamen und bekommen unterstützend ihre eigene Lebensidentität zu suchen und zu erfahren.

Mein Ältester hat zum Beispiel mit großer Begeisterung Verwaltungswissenschaften studiert. Wenn er entspannen will, spielt er Klavier. Sein Publikum sind die Fische in seinem Aquarium. Und damit ist er total zufrieden.

Aaron, 10 Jahre alt, möchte tatsächlich Sänger werden. Aber dann schon eher in einer Hip-hop Band.

 

Herr Jöcker, Sie sind 1951 geboren, d.h. jetzt sind Sie 53 Jahre alt. Was werden Sie mit 60, 65, 70 Jahren tun? Immer noch Musik für Kinder machen oder etwas ganz anderes?

Das weiß ich noch nicht genau. Denn zur Zeit macht mir die Arbeit sehr viel Freude, weil sich immer wieder neue Themen ergeben. Jetzt ist z. B. das Werte-Thema in den Mittelpunkt gerückt. Werte sind wie Leuchttürme an denen Kinder sich orientieren und weiterentwickeln können.

Und Wertelieder können da einen wert(e)vollen Beitrag leisten.

Ich könnte mir auch zukünftig eine intensivere Seminararbeit mit Erzieherinnen und Pädagogen vorstellen.

 

Wenn ein Kind Ihnen schreiben möchte - oder vielleicht eine Idee für ein Thema hat, das man unbedingt in ein Lied "verwandeln" sollte, wie kann man sich mit Ihnen in Verbindung setzen?

Über Anregungen von Kindern freue ich mich immer, weil meine Lieder in ihre Beine, Hände, Köpfe und Herzen gehen sollen. Eltern und Kinder können mich per E-Mail, oder auch mit der Post mit ihren Ideevorschlägen ereichen.

 

Und die letzte Frage: Derzeit sind Sie ja wieder auf Tournee - gibt es noch Karten?

Seit November sind wir mit "Detlev Jöckers bunte Liederwelt" auf neuer bundesweiter Tournee. Ich singe bekannte und neue Lieder zu Themen, die Kinder bewegen. Neben fröhlichen Spiel- und Bewegungsliedern erfahren Kinder auch etwas über Benimmregeln und das mit viel Spaß und ohne erhobenen Zeigefinger. Das Lernen kommt ebenfalls nicht zu kurz: Wie sprechen Tiere oder wie kann man im Straßenverkehr, zu Hause und beim Spielen gefährliche Situationen verhindern?

Das Thema Sicherheit im Alltag liegt mir besonders am Herzen und deshalb engagiere ich mich mit vielen Benefizaktionen für die "Hannelore-Kohl-Stiftung".

Natürlich bringe ich auch wieder einige Freunde mit: Den musikalischen Clemens, die temperamentvolle Arabella Wirbelwind und die fröhliche Singemaus. Einige Veranstaltungen sind bereits ausverkauft. Aber es sind auch noch Karten erhältlich. Alle wichtigen Infos gibt es unter www.menschenkinder.de. Hier kann man auch direkt Karten online bestellen.

 

Wir danken für die Antworten auf unsere Fragen!

 

Das Interview führte unsere Mitarbeiterin Michaela Pelz

Jan. 2005


 

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Für zu Hause

Ein Album mit neuen Liedern, die nicht nur die Sinne und Gefühle der Kleinen ansprechen, sondern auch ihre Bewegungsmotorik und die Wertebildung fördert