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Entbindungsberichte Elim


Hinweis: Die Geburtsberichte geben die Meinung der Berichtenden wieder und stehen nicht in der Verantwortung von kinder-hamburg.de


Dezember 2004

Ich habe im Dezember '04 meinen Sohn im Elim entbunden, und muss sagen, dass ich leider sehr enttäuscht von der Klinik war, obwohl sie auf mich immer einen guten und sympatischen Eindruck gemacht hatte.

Fairerweise muss ich vorweg schicken, dass ich am Ende ein gesundes Kind in den Armen hielt und das ganze auch nicht wirklich schlimm war - was mich aber wurmt, ist, dass die Geburt mit einigen wenigen Hilfestellungen von Seiten des Elim zur Traumgeburt hätte werden können und mir einiger Stress erspart geblieben wäre.

Um es kurz zu halten, was mich wirklich gestört hat am Elim:

- für drei Kreißsäle gibt es nur ein WC, das auch noch über Treppen zu erreichen ist - man muss also als Kreißende Schlange stehen, und ich glaube, es kann auch sehr unangenehm sein, mit dollen Wehen erst noch so einen Weg zurückzulegen.

- ein Kreißsaal, der bei den Besichtigungen vorgeführt wird, ist schön modern mit Geburtswanne etc. - der Geburtsraum, den ich abbekam, ist jedoch viel kleiner und hat als einziges Feature eine Liege, auf der weder der Partner Platz nehmen kann und an die während der Geburt noch nicht mal Beinstützen anmontiert wurden (erst zum Nähen), so dass der Art mich ständig aufforderte, ich solle doch bitte mal meine Beine festhalten, was mir in dem Moment jedoch als unmöglich erschien. Als das Baby dann geboren war, war es auf der Liege natürlich auch nicht möglich, als Familie zusammen zu liegen - mein geschaffter Mann konnte nur daneben stehen. Im "schönen" Kreißsaal ist eine ebensolche Liege, im dritten Geburtszimmer, das ich nicht selber kenne, gibt es glaube ich ein Multifunktionsbett.

- ich kann mich nicht daran erinnern (mein Mann auch nicht), dass die Hebamme in irgendeiner Weise aktiven Dammschutz betrieben hätte, was einen Riss zur Folge hatte. Vielleicht ließ der sich nicht vermeiden, aber dass sie nur zuguckte, fand ich unschön.

- die Hebamme merkte nicht - konnte vielleicht nicht merken - , dass das Baby noch den Arm neben dem Kopf hatte, so dass dann also die Lage ersichtlich wurde, Panik ausbrach: Der Ausruf "Mist, Mist, Scheiße" einer Hebamme während der Austreibungsphase ist für die Gebärende alles andere als aufbauend.

- als Badewanne während der Geburt stand mir nur eine handelsübliche zur Verfügung, in der der große Bauch natürlich über Wasser ist, Bewegung ist dort auch nicht möglich. Aber auch da durfte ich nicht lange drin bleiben, da das telemetrische CTG kaputt war, ich also wieder in den kleinen Kreißsaal musste (da nach Meinung der Hebamme ständige Überwachung der Wehentätigkeit und des kindlichen Herzschlags geboten war) und kontinuierlich am CTG angeschlossen war. Somit war mir auch verwehrt, mich groß zu bewegen, alternative Geburtsstellungen einzunehmen und Nähe zum Partner zu suchen.

- nach der Geburt (und nach den Formalitäten wie Abnabeln, Nähen) wurden wir erstmal eine Stunde mit dem Kleinen allein gelassen - was ja auch sein Gutes hat - allerdings kam auch niemand, obwohl wir uns Hifle beim Anlegen des Neugeborenen innerhalb der ersten halben Stunde (wegen des Kolostrums) wünschten.

- eine Weile nach der Geburt wurde ich dann von der Hebamme aufs Zimmer begleitet, und da dann ohne weitere Erklärungen stehen gelassen. Ich hätte mir gewünscht, dass man mir gezeigt hätte, wo das Schwesternzimmer ist, und dass man mir gesagt hätte, dass ich da jederzeit hin kann, dass ich mein Baby nur im Bettchen bewegen darf, dass ich das Kind dort stillen und auch abgeben kann. Als wir im Zimmer ankamen, schliefen die anderen zwei Frauen und Babys schon, das Licht war aus, und wir wurden auch nicht darüber informiert, dass mein Mann evtl. im Besuchszimmer oder Schwesternzimmer noch eine Weile hätte bleiben können, so dass wir uns dann abrupt trennen mussten, was meine Gefühlslage nicht gerade erhellte.

- Ich machte mich also kurz nach der Geburt alleine auf zum Schwesternzimmer, um mir Vorlagen und Spuelbecher geben zu lassen, und die noch in meiner Hand steckende Nadel ziehen zu lassen. Da kommt man sich schon etwas einsam vor.

- Im Säuglingspflegekurs des Elim hatte man mir eigentlich gesagt, dass auf Station dann noch mal alles gezeigt würde, insbesondere auch das Baden. Leider sahen sich die Schwestern so überfordert, dass mein Kind überhaupt nicht gebadet werden konnte, trotz stationären Aufenthalts. Auch gegen des Babys völlig verstopfte Nase konnte man nicht sofort was tun, sondern ich sollte in einigen Stunden wieder kommen. Vielleicht eine Lappalie, aber im aufgewühlten Zustand kurz nach der Geburt des ersten Kindes ist das unschön.

- Das Essen war wirklich schlecht - ich bin da eigentlich nicht so empfindlich, aber ich finde es eine Zumutung, einer Frischentbundenen Schonkost anzubieten, die einen nun wirklich gar nicht aufpäppelt - das Frühstück war ja noch okay, aber Mittag und Abend waren sehr dürftig. Vor allem liegen zwischen Abendessen und Frühstück ca. 14 Stunden. Wenn man nach Abendbrotzeit entbindet, wie ich, scheint es eine Ausnahme zu sein, dass man noch eine Scheibe Brot organisiert bekommt.

- Dreibettzimmer auf der Wochenstation finde ich zuviel, was aber wahrscheinlich allgemein gängig ist und kein spezielles Elim-Problem. Im Nachhinein würde ich entweder wenn möglich sofort nach Hause gehen oder auf jeden Fall für ein Einzelzimmer zuzahlen, weil wenn man mit drei Frischentbundenen und vor allem drei Säuglingen in einem nicht sehr großen und vor allem ungünstig eingerichteten Zimmer schläft, schläft man eigentlich gar nicht. So hat meine Zeit als Mutter extrem unausgeschlafen begonnen, da ich im Elim jede Nach nur knapp zwei Stunden Schlaf bekam, was allerdings nicht an meinem Kind lag (noch nicht...)

- Ich weiß auch nicht, ob es normal und gängig ist, dass den Frauen bei der Visite im Zimmer Einläufe gegeben werden - meine Bettnachbarin tat mir jedenfalls leid, dass das vor uns zwei anderen Frauen gemacht wurde.

- Sehr seltsam fand ich auch, dass ich - obwohl ich mich schon während der Schwangerschaft zur Geburt angemeldet hatte - bei Ankunft in Krankenhaus mit regelmäßigen Wehen alle paar Minuten ich nach einem ersten CTG nochmal runter ins Sekretariat musste, dort warten, dann nochmal alle Formalitäten angeben bei einer Frau, die wissen wollte, wie lange ich denn bleiben würde (was ich in dem Moment ja schlecht vorhersehen konnte), als ich zögerlich sagte, wohl drei Tage wie das doch normal sei?, antwortete, nö, die meisten Frauen blieben nur eine Nacht und das würde sie jetzt mal so eintragen, sonst sei das auch mit der EDV so kompliziert (?), mir dann Informationen über den Telefon mitgab - da fragte ich mich schon, wozu ich denn schon einmal dagewesen war und ob das das normale Vorgehen mit Wehenden ist?

Insgesamt muss ich sagen, dass ich das Personal im allgemeinen sehr sympatisch fand, dieser Pluspunkt aber überhaupt nicht umgesetzt wird, sondern durch schlechte Organisation und vielleicht auch etwas Nachlässigkeit die personelle Stärke schlecht gemacht wird. Da die Geburt von physischer Seite aus meiner Sicht sehr gut lief, bin ich wirklich enttäuscht, dass m.E. wegen der mangelnden Ausstattung etc. ein wirklich positives Geburtserlebnis nicht möglich war.

Mein Fazit ist, dass man im Elim bestimmt mit Sicherheit und guter Überwachung ein Kind auf die Welt bringen kann, es jedoch an Ausstattung, Freiraum und auch Aufmerksamkeit mangelt. Man kann ja nie wissen, wie eine Geburt ablaufen wird, aber beim nächsten Kind werde ich auf jeden Fall mindestens mit Beleghebamme in einem anderen Krankenhaus gebären, da ich das Elim leider wirklich nicht mehr empfehlen würde.

So oder so wünsche ich allen Schwangeren leichte und schöne Geburten. All diese Negativa haben mich völlig verschweigen lassen, dass die Geburt insgesamt trotz eines sehr großen Brockens von Kind für meine Begriffe sehr schmerzarm und gut lief, vaginal ohne PDA oder irgendwas. Und einen Dammriss hatte ich mir ehrlichgesagt auch schlimmer vorgestellt.

NUR MUT!

Anna


April 2004

Ich habe April 2004 meinen Sohn (mein erstes Kind) im Elim Krankenhaus entbunden. Wochen davor habe ich es mit Akupunktur probiert (auch im Elim) und ich bin überzeugt, dass die Nadeln bei mir gewirkt haben. Ich hatte bereits eine Woche vor der Geburt eine 3cm MUMU-Öffnung und erlitt dann bei der Geburt keinen Dammriß.

Da ich im Krankenhaus ca. 10:00 ankam und mein Baby erst um 21:30 geboren wurde, haben mich zwei Hebammen betreut, die letzten 30 Minuten dann doch noch eine Dritte (die Zweite ging aber dann doch nicht nach Hause sondern blieb bei mir, weil sie, wie sie sagte, "ihr" Baby doch kennenlernen wollte).

Mir war von Anfang an klar, dass ich die PDA bekommen wollte, sobald es ernst wurde. Ich hatte die notwendigen Papiere bereits eine Woche davor unterschrieben, denn ich wollte nicht mitten im Wehenschmerz mich erst einmal mit dem Papierkram beschäftigen müssen - und darüber bin ich heute sehr froh. Ich hatte dank der PDA eine sehr schöne und sanfte Geburt, fast schmerzlos bis zum Ende. Ich konnte trotzdem gut pressen, obwohl die PDA eine Wirkung noch zu mindestens 50% nicht verloren hatte (meine Schätzung). Alles lief einfach wunderbar. Aber ohne PDA denke ich, dass ich das alles anders erlebt hätte. Ich war über 6 Stunden praktisch schmerzfrei und konnte mich dadurch gut entspannen und Kräfte aufsparen für die Austreibungsphase.

Das ganze Personal während und nach der Geburt war hervorragend aufmerksam, nett und liebevoll. Nach der Geburt war ich ebenso bestens aufgehoben wie währenddessen. Im Zimmer war ich mal allein, mal zu zweit, an einem Tag waren wir aber auch drei Frauen im Zimmer. Aber das hat mir nichts ausgemacht, wir haben uns ausgetauscht und auch das empfand ich als schön.

Die Schwestern haben mir mit meinem Baby/Stillen usw. sehr geholfen egal ob Tag oder Nacht. Ich kann das Elim sehr empfehlen und möchte mich hiermit von ganzem Herzen bei den Hebammen und Schwestern, den Anesthesisten und beim Kinderarzt bedanken.

Yolanda


April 2003

Ich habe im April 2003 im Elim entbunden - allerdings per geplantem Kaiserschnitt da meine Kleine sich nicht gedreht hatte - und war super zufrieden. Die Hebammen, die ich vorher kennengelernt habe, waren alle super nett und vor allem die Schwestern auf der Wochenstation. Ich glaube, es kommt darauf an, wieviel gerade los ist, als ich da war, waren die Zimmer fast alle nur zu zweit oder sogar alleine belegt, das wird da soviel ich weiß auch eigentich so geplant. Ich war 9 Tage da wegen ein paar Komplikationen und habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt - auch nachts kam immer sofort jemand! Der Kinderarzt da ist wirklich sehr nett und gut! Mir hat das Elim von der lockeren Atmosphäre am besten von allen gefallen, ist eben nicht so riesig und ohne "Massenabfertigung"..

Christina

kinder-hamburg