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Entbindungsbericht UKE


Hinweis: Die Geburtsberichte geben die Meinung der Berichtenden wieder und stehen nicht in der Verantwortung von kinder-hamburg.de


Im März 2000 habe ich meine Tochter im UKE bekommen und habe keine guten Erfahrungen damit gemacht. Obwohl Hebammen, Ärzte und Kinderschwestern zwar freundlich waren, war man doch nur eine Nummer und die Freundlichkeit wirkte für mich aufgesetzt. Die Hebamme die mich entbunden hat, hatte schon im Vorbereitungskurs darauf hingewiesen, daß sie sich zu fein ist in die Knie zu gehen, um zum Beispiel, einer in Hockstellung gebärenden zu helfen, entsprechend hat sie einen auch bei der Nachfrage nach eben dieser Stellung (die ja so großkotzig angeboten wird, wie auch der Gebärhocker) sozusagen im Regen stehen lassen und weder Unterstützung angeboten, noch gezeigt wie es zu machen ist. Als ich nach 17 Stunden Wehen kraftlos einsah, daß ich es ohne Unterstützung in dieser Stellung nicht hinkriegen kann, konnte sie sich ein Grinsen, nach dem Motto: Na siehst Du, kaum verkneifen. Auch mein Ansinnen nach einem Gebährstuhl zog sie ins lächerliche. Diese Angebote dort sind nur Requisiten, die wohl nie benutzt werden, da es für das Personal einfach bequemer ist, sich über ein Bett zu beugen. Erschöpft gab ich ihrem Vorschlag, der ja angeblich doch das Beste wäre, nach und gebar im Liegen in seitlicher Stellung, was mir nicht nur einen Dammschnitt bescherte, sondern auch noch einen Afterriß. Später hatte ich noch lange damit zu tun und musste auch noch Milchzucker einnehmen (3 Wochen lang) der nicht nur mir heftige Blähungen sondern auch dem Baby heftige Bauchschmerzen bescherte.

Am zweiten Tag (dem Baby wurden die Atemwege nicht freigesaugt und sie hat auch nicht geschrien nach der Entbindung), kam ihr wohl der Schleim hoch und sie lief blau an. Erst dann hat man das Absaugen durchgeführt, mir aber nicht gesagt, was die Kleine hat. Da es ja eine Uni-Klinik ist, hat man mit HURRA, mein Kind auf die Intensivstation gebracht zur Beobachtung, wie es hieß. Täglich wurde ich vertröstet, mein Baby gleich in ein paar Stunden wiederzubekommen, zumal man mir nicht sagen konnte, was sie nun hat, kein Arzt wollte sich äußern, jeder verwies auf den nächsten diensthabenden Arzt, der wiederum kein Statement abgeben konnte. Mir als Mutter, die kaum bei Kräften war und versuchte soviel wie möglich Zeit auf der Intensivstation beim Kind zu verbringen, wurde nur auf Nachfrage hin ein Gitterstuhl gegeben, der zum draufsitzen sehr unbequem war, zumal nach einem Dammschnitt und Riß wie oben beschrieben.

Nachts wurde der Kleinen gleich Milch aus dem Fläschen gegeben, nach dem Motto sonst hungert das Kind ja. Man gibt dann ja gerne nach in seiner Angst. Erst nach drei Tagen nachdem ich gedroht habe mit Zeitung und Polizei wiederzukommen entschloss man sich widerwillig mir die Kleine wiederzugeben (man konnte immer noch nicht mal eine Vermutung darüber abgeben, was sie denn nun hätte). Man hat in dieser Zeit alle möglichen Tests mit ihr gemacht, obwohl das Kind einen normalen Eindruck machte und auch später nie mehr Probleme hatte.

Auf der Wöchnerinnen-Station gab es fast jedes Mittagessen irgendetwas blähendes wie Erbsen, Kohl und Zwiebeln. Zu den Besuchs-Stoßzeiten wurde das Mineral-Wasser weggeschlossen, damit die Angehörigen es nicht wegschlabberten.

Na ja, insgesamt war die Zeit so anstrengend, daß ich kaum mehr richtig sprechen konnte nachdem ich zu Haus war. Das einzig positive waren die Stillschwestern, die mit großem Engagement und Geduld ihre Aufgabe ausgezeichnet machten und auch mir nach all den anfänglichen Schwierigkeiten das Stillen möglich machten.

Irena